Die evangelische Kirchengemeinde Region Fürstenwalde/Spree lädt herzlich zu vier Veranstaltungen in Gedenken an die Novemberpogrome 1938 ein:
Am Morgen des 9. November findet um 10 Uhr ein Gottesdienst im Dom St. Marien statt.
Um 15 Uhr werden auf dem Kirchhof in Neuendorf im Sande und auf der Streuobstwiese am Hangelsberger Kreisel Korbiniansapfelbäume gepflanzt. Diese Sorte wurde unter dem Namen „KZ-3“ von dem katholischen Pfarrer Korbinian Aigner während seiner Gefangenschaft im KZ Dachau gezüchtet. Von seinen Züchtungen KZ-1 bis KZ-4 ist nur diese bis heute erhalten geblieben. Korbinian Aigner überlebte die Konzentrationslager Dachau und Sachsenhausen. Während des Todesmarsches aus Sachsenhausen im April 1945 konnte er entkommen.
Um 16.15 Uhr zeigt das Filmtheater Union den Dokumentarfilm „Ein stummer Hund will ich nicht sein“ (2024) über Korbinian Aigner.
Von dort aus machen wir uns nach Ende des Filmes um 18 Uhr auf den „Lichterweg“ und besuchen die Stolpersteine unserer Stadt.