Fürstenwalde liegt malerisch an der gemäch­lich dahin­flie­ßen­den Spree. Der Bullenturm erinnert an alte Zeiten, ebenso das spät­gotische Rathaus mit dem mar­kan­ten Giebel und der ehrwürdige Dom, die ehe­malige Kathedrale des Bistums Lebus. Doch viele andere historische Bauwerke gibt es nicht mehr, Tradi­tio­nen rissen ab, ganze Bevöl­kerungs­gruppen sind ver­schwunden – die Zeit des National­sozialis­­mus hat in Fürstenwalde tiefe Spuren hinterlassen. Beschämende Lücken und Fehl­stellen wurden schnell übersehen, später vergessen und sogar verleugnet.

Die aktuelle politische Polarisierung zeigt, wie wichtig das Er­innern, das stetige Einsetzen für Demokratie und das Enga­gement gegen Rassismus, Anti­semitismus und Intoleranz sind. Die Arbeitsgruppe „Stolpersteine in Fürsten­walde/Spree“ hat es sich daher zur Aufgabe ge­macht, den vielen Opfern des national­sozialis­tischen Terrors ihren Namen, ihre Ge­schichte und ihre Identität zurück­zu­geben. Die Ergebnisse unserer Recherche­ar­beit zeigen wir hier. Die in der Stadt verlegten Stolper­steine können auf der interaktiven Karte entdeckt werden.

Termine und Aktuelles

Ge(h)denken am 9. November 2025

Die evangelische Kirchengemeinde Region Fürstenwalde/Spree lädt herzlich zu vier Veranstaltungen in Gedenken an die Novemberpogrome 1938 ein: ...

Verlegung der Stolpersteine für Familie Lehmann am 22. September 2025

Wir laden herzlich zur Verlegung der Stolpersteine für vier Mitglieder der Familie Lehmann durch den Künstler Gunter Demnig am 22. September, 12 Uhr in der Eisenbahnstraße 31 ein ...

Mahn- und Gedenkweg durch Fürstenwalde am 22. September 2025

Um 11 Uhr machen sich Jugendliche des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und der Oberschule Briesen zusammen mit Guido Strohfeld, dem Leiter des Museums Fürstenwalde, auf den Weg ...

Fragen an Dich

Filmische Interviews mit Nachfahren jüdischer BürgerInnen aus Fürstenwalde/Spree

Anfang des 20. Jahrhunderts lebten in Fürsten­walde etwa 150 bis 160 jüdische Bürger*innen. Filmische Interviews sollen diesen Teil der Fürstenwalder Geschich­te wieder in die Erinne­rung der Stadt zurück­brin­gen. Sie zeich­nen das Leben jüdischer Fürsten­walder*innen aus der Perspektive ihrer Nach­fahren in der zweiten und dritten Ge­nera­tion nach und zeigen, wie inter­generativ bis heute Flucht- und Ver­treibungs­­erfahrungen aus der Zeit des National­sozialmus wirken.

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