Fürstenwalde liegt malerisch an der gemäch­lich dahin­flie­ßen­den Spree. Der Bullenturm erinnert an alte Zeiten, ebenso wie das spät­gotische Rathaus mit dem mar­kan­ten Giebel und der ehrwürdige Dom, die ehe­malige Kathedrale des Bistums Lebus. Doch viele andere alte Bauwerke gibt es nicht mehr, Tradi­tio­nen rissen ab, ganze Bevöl­kerungs­gruppen sind ver­schwunden – die Zeit des National­sozialis­­mus hat in Fürstenwalde tiefe Spuren hinterlassen. Beschämende Lücken und Fehl­stellen wurden schnell übersehen, später vergessen und sogar verleugnet.

Die aktuelle politische Polarisierung zeigt, wie wichtig das Er­innern, das stetige Einsetzen für Demokratie und das Enga­gement gegen Rassismus, Anti­semitismus und Intoleranz sind. Die Arbeitsgruppe „Stolpersteine in Fürsten­walde/Spree“ hat es sich daher zur Aufgabe ge­macht, den vielen Opfern des national­sozialis­tischen Terrors ihren Namen, ihre Ge­schichte und ihre Identität zurück­zu­geben. Die Ergebnisse unserer Recherche­ar­beit zeigen wir hier. Die in der Stadt verlegten Stolper­steine können auf der interaktiven Karte entdeckt werden.

Termine und Aktuelles

Erlesen! – Verfemte Literatur auf Instagram

Ausgelöscht sollte er werden, der „undeutsche Geist“. Bücher von mehr als 100 Autor*innen, die mit der national­sozialistischen Ideologie nicht konform waren, setzte das Regime auf eine „schwarze Liste“ – Romane, Gedichte, Novellen und Reiseberichte aber auch kultur­theoretische und naturwissen­schaftliche Texte. Von oben gesteuert bereitete das ...
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Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2023 in Neuendorf im Sande

Am Freitag, den 27. Januar 2023, lädt „Zusammen in Neuendorf“ zum gemein­samen Gedenken. Um 19 Uhr findet am Denkmal für Jutta Baumwol am Eingang des Gutshofes (Eichenallee) eine kleine Zeremonie statt. Im Anschluss bittet Pfarrer Kevin Jessa in die Neuendorfer Kirche zu einer Lesung bei heißen Getränken ...
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Gedenkandacht im Dom St. Marien
am 9. November 2022

In Erinnerung an die Novemberpogrome 1938 findet im Dom St. Marien zu Fürstenwalde um 18 Uhr eine Gedenkandacht statt, die Auszubildende der Korczak-Schule der Samariter­anstalten gestalten. Im Anschluss an die Andacht laden die VeranstalterInnen zu einem GEHdenken ein, welches auch zu den Stolpersteinen in der Stadtmitte führt ...
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Fragen an Dich

Filmische Interviews mit Nachfahren jüdischer BürgerInnen aus Fürstenwalde/Spree

Anfang des 20. Jahrhunderts lebten in Fürsten­walde etwa 150 bis 160 jüdische Bürger*innen. Fünf filmische Interviews sollen diesen Teil der Fürstenwalder Geschich­te im Rahmen des Projektes „Fragen an Dich“ wieder in die Erinne­rung der Stadt zurück­brin­gen. Sie zeich­nen das Leben jüdischer Fürsten­walder*innen aus der Perspektive ihrer Nach­fahren in der zweiten und dritten Ge­nera­tion nach und zeigen, wie inter­generativ bis heute Flucht- und Ver­treibungs­­erfahrungen aus der Zeit des National­sozialmus wirken.

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